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In Erinnerung an unseren einzigen Sohn
Ganz still und leise, ohne ein Wort,
An diese Stelle möchte ich ein Gedicht von Dieter Sternberg setzen, das mich sehr berührt hat.
Du hast uns gegeben, ein Leben voll Liebe,
Unser Kind lebt nicht mehr!
Was wisst ihr von mir?
Ihr glaubt ich hätte es überwunden, hätte neuen Lebensmut gefunden.
Nichts! Ich lebe nicht, ich funktioniere, mein Schmerz ist so groß, nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr lacht und scherzt und ich lache mit, denn das erwartet man doch. Aber wenn ich allein bin weine ich immer noch, mein Schmerz ist so groß. Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr erzählt von euren "kleinen Sorgen" und ich tu so als hörte ich zu. Aber während ihr wisst, dass man all eure Probleme lösen kann, gehe ich zum Grab meines Kindes und zünde Kerzen an. Mein Schmerz ist so groß. Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr sagt, die Zeit heilt alle Wunden und irgendwann wird wieder alles gut sein, doch ich weiß, meine Wunden heilt keine Zeit, ich werde nie mehr wie früher sein. Mein Schmerz ist so groß. Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr vermeidet den Namen meines Sohnes, weil ihr denkt, dass mir das Kummer bringt. Doch er ist sowieso immer in meinen Gedanken, nichts ist mir wichtiger als die Erinnerung an mein Kind. Mein Schmerz ist so groß. Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr sagt „das Leben geht weiter, das ist der Lauf der Zeit". Ich weiß nur, dass ich leben muss, obwohl ich es nicht will. Keiner fragt: "Bist du dazu bereit?" Mein Schmerz ist so groß. Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Darum nur eine Bitte!!! Gebt mir keine Ratschläge wie ich leben soll. Lasst mich einfach wie ich bin und wenn ich gehen will, so nehmt es hin. Mein Schmerz ist so groß.
NICHTS WISST IHR VON MIR, NICHTS VERSTEHT IHR!!!
5 Jahre "danach"
28.01.2007 eine Rose für jedes Jahr das wir Dich vermisst haben
Erst jetzt finde ich die Kraft - obwohl es mir immer noch sehr, sehr schwer fällt - meine Gedanken hier nieder zu schreiben. Genau 5 Jahre ist es her, dass Christian nicht mehr bei uns ist – eigentlich stimmt das nicht, denn überall wo wir sind, ist auch Christian. Nichts ist mehr wie es war, das Wichtigste - unser Lebensinhalt - ist uns genommen worden. Christian ist in eine andere Welt gegangen - wir wünschen dir so sehr, dass es dir gut geht und du dich nicht so einsam fühlst, wie wir. Trotzdem zerreißt einem das Herz und man bekommt keine Luft. Unser Leben ist ohne dich so leer – so leer wie auch unser Haus - still ist es geworden, überall stecken die Erinnerungen an die Zeit wie es mit dir war. Kein Lachen hören wir mehr von dir, verwaist sind all die Dinge, die du in der Hand gehalten hast. Dein Zimmer ist unberührt, alles steht an seinem Platz … alles wartet nur auf dich … Deine Sachen stehen alle an ihrem Platz, so, als wärst du nur einen Moment hinausgegangen... und kommst jeden Augenblick zurück. Wir wissen, dass wir uns verabschieden müssen, aber es fällt so unglaublich schwer. Auch 5 Jahre nach Deinem Tod gibt es immer wieder viele Tage an denen ich mich sehr schlecht fühle (wie Weihnachten, Silvester, Geburtstag, Muttertag, Todestag ...), ... diese würde ich am liebsten abschaffen - mir wird immer ganz bange ... wie werde ich diese Tage wohl wieder überstehen. Es ist kein Trost für mich, dass ich bei dir war als du die Augen für immer geschlossen hast ... dein Gesicht entspannte sich, erlöst von dem Leid das du ertragen musstest ... du sahst aus wie ein Engel ... Nach Christians Tod haben wir uns oft gefragt, wie wäre sein Leben wohl verlaufen, wenn er aus dem Wachkoma wieder erwacht wäre... Christian hat sich selbst entschieden einen anderen Weg zu gehen, seine Kraft hat nicht ausgereicht um den Kampf zu gewinnen. Die Ärzte haben uns darauf vorbereitet, dass Christian wohl nie wieder selbstständig sein Leben meistern kann und immer ein Schwerstpflegefall bleiben wird. Nein so hätte er nicht leben wollen.
Uns bleibt nur der feste Glaube, dass wir uns irgend wann wieder sehen. Wir lieben und vermissen dich.
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